PageSpeed -> “back to the roots”?

Als der Speicher noch teuer und knapp war
In Zeiten als Speicher noch knapp und somit Wertvoll war war es selbstverständlich Software so schlank wie möglich zu programmieren. Einige können sich vielleicht noch an die Zeiten der Speicherreservierung erinnern. Die Entwicklung ging weiter und Speicher wurde günstiger und wurde deutlich größer. Somit wurden den Programmierern mehr Freiheiten und mehr Möglichkeiten geboten.

Eine ähnliche Entwicklung war im Internet zu sehen. In Zeiten in welchen sich die User per Modem einwählten war die Bandbreite doch sehr beschränkt. Die Internetseiten waren nicht sehr ansprechend und auch meist nicht sehr groß – eben wegen der langen Ladezeit.

DSL Breitband lässt größere Datenmengen zu
Mit der Verbreitung von DSL vielen auch hier die Grenzen. Es können größere Bilder ausgeliefert werden, der Webspace wurde immer günstiger und die Domains bezahlbar. Warum also auf eine schnelle Seite achten wenn die Bandbreite vorhanden ist?

Webseiten ohne Bilder, ohne Videos
Am 9. April 2010 war es Fakt. Google hat einen weiteren offiziellen Pagerankfaktor – den PageSpeed. Will Google wirklich „back to the roots“? Keine Bilder, keine Videos sondern nur Text?

Das würde der Entwicklung der letzten Monate von Google wiedersprechen! Warum?

Google erweitert seine Suchergebnisse durch die Universal Search. Das heißt es werden Bilder und Videos mit in den SERPs angezeigt. Und jetzt soll alles wieder verschwinden?
Am 8. April, ein Tag vor der Bekanntgabe das die Ladegeschwindigkeit ein Rankingfaktor ist, stellt Google die „neue“ Sitemap vor in welche Bilder „eingebunden“ werden können. Warum nur wenn die Ladezeit ein Rankingfaktor ist?

Google selbst verweist im offiziellen Blog auf kostenlose AddOns um den PageSpeed messen zu können. Da Martin Missfeld das ganze Thema soooo schwarz sieht musste auch seine Seite www.tagseoblog.de für den Test herhalten ;-)

Messen der Ladegeschwindigkeit mit dem Firefox AddOn Page Speed
Martin hat bekanntlich viele und „große“ Bilder auf seinem Blog eingebunden. Dadurch müssen mehr Daten geladen werden und die Ladegeschwindigkeit der Webseite müsste demnach sehr langsam sein.

Das Tool zeigt an das die Webseite einen Score von 81/100 hat. Also nicht wirklich schlecht. Gleichzeit schlägt das Tool aber verbesserungsmaßnahmen vor. Die ersten 7 Punkte verweisen alle auf technische Verbesserungen. CSS optimieren oder die Anzahl des DNS Lookups.


Schauen wir nun weiter unten, sehen wir Optimize images. Und siehe da, es steht ein grüner Haken davor. Aber warum wenn Martin doch so viele große Bilder auf seinem Blog hat?
Bei genauer Betrachtung sehen wir, dass das Tool erkennen kann ob ein Bild gut komprimiert ist und somit schnell geladen werden kann.

Messen der Ladegeschwindigkeit mit dem Firefox AddOn YSlow
Ein ähnliches Bild erhalten wir wenn ich Martins Blog mit den Firefox AddOn YSlow teste.

Klickt man hier auf den Menüpunkt Images sieht alles gut aus. Die Bilder werden nicht durch width und hight vergrößert oder verkleinert. Auch hier sind es wieder die technischen Punkte welche bemängelt werden.

FAZIT:
Ich denke, dass der PageSpeed bald eine höhere Gewichtung erhält. Das Ziel von Google, die Ladezeiten zu verkürzen erachte ich als sehr Sinnvoll und Userfreundlich. Dabei zielt Google wohl aber mehr auf die technischen Dinge. Hier spielen dann Serverstandort, Anbindung, DNKS lookpus und eine saubere Programmierung eine große Rolle. Grad in letzter Zeit können Blog und Webseiten mit PlugIns massenweise ergänzt werden welche alle Ladezeit benötigen oder CSS-Dateien aufblasen. Auch gibt es gute CMS-Systeme und schlechte. Durch die Einbindung von Bildern in die XML Sitemap wird Google in Zukunft Bilder für den User  von Bildern wie Werbung oder Hintergründe unterscheiden können. Dies kann die Gewichtung des PageSpeed wiederrum verändern. So wir Google auch Bildergalerien anders bewerten als Contentwebseiten.

Mein Tipp: Mehr auf die technischen Details und auf eine saubere und schnelle Programmierung achten.

Comments (1)

 

  1. Könntest du das etwas differenzierter beschreiben?

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